Unsere nächsten Vorstellungen

  • an 2 Samstagen im November 2018
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Wie alles begann - ein Vorwort von der Theatergründerin Brigitte Zach

Als geborene Reisenbergerin konnte ich nicht glauben, dass es in dem Ort keine Theatergruppe gibt, zumal ich in meiner Jugendzeit selbst Theater gespielt habe, und ich weiß, dass es vor und nach mir immer wieder Gruppen gab, die die Ortsbevölkerung mit ihrem Theaterspiel erfreuten. Ich wendete mich an die Damen des Weiberballs Adolfine Krammer, Christa Gall, Leopoldine Hartl und Martha Fürst, die mich öfter zum Einstudieren lustiger Sketche für die Mitternachtseinlage einluden. Auf meine Frage, warum es in Reisenberg keine Theatergruppe mehr gibt, bekam ich zur Antwort: "Das geht bei uns nicht, und wir haben ja auch keine Männer, die sich dafür interessieren.

Jetzt erst recht nahm ich die Herausforderung an und rief im Zuge einer Sketchaufführung mit meinen Damen auf dem Dorffest 2001 zur Gründung einer Theatergruppe auf.

"Wir brauchen Männer, richtige Männer!"

Siehe da, es meldeten sich mehrere Leute, Spieler, freiwillige Helfer und ganz zaghaft einige Männer für das Theater. So weit, so gut. Der nächste Schritt war, einen klingenden Namen für unsere Gruppe zu finden. Wie sie ja alle wissen, hieß Reisenberg zu Maria Theresias Zeiten Rissenberg, und so fiel mir spontan der Name Monte Riso (Monte= Berg, Riso=Reisen) ein, und die Monte Riso`s Dorfkomödianten waren geboren. Erfahrung hatte ich bereits durch einige Jahre Regiearbeit in Mautern und der 3-jährigen Ausbildung für Regie und Schauspiel beim ATINÖ (Amateurtheater in N.Ö.).

Von der Gemeinde wurde ich von Bürgermeister Josef Sam mit einem Startkapital unterstützt. Im Herbst 2001 starteten wir mit unserer ersten Aufführung im Gasthaus Schmidt. Zwei Vorstellungen waren vorgesehen, aber der Ansturm war so groß, dass wir spontan eine dritte Vorstellung einschieben mussten. Es war ein toller Erfolg. Die Zeitungen der Umgebung schrieben die besten Kritiken.

2004 übersiedelten wir in die Kulturhalle Reisenberg. Den Schwerpunkt legte ich auf Boulevardkomödien, womit die Besucherzahl enorm gesteigert wurde. Die Theatergruppe wurde durch das eigene Buffet mit Getränken und selbstgemachten Mehlspeisen wesentlich erweitert.

Die Theatergruppe stellte sich zur Aufgabe, soziale Projekte in der Gemeinde, hilfsbedürftige Personen und caritative Einrichtungen finanziell zu unterstützen. 2009 inszenierte ich mit "Außer Kontrolle" von Ray Cooney meine letzte Aufführung, um dann die Regie und Leitung im folgenden Jahr 2010 an Walter Serro und Alfred Pichler zu übergeben.

Es war eine sehr schöne Zeit, und ich danke allen, die mitgeholfen haben, dieses Projekt zu starten und in meinem Sinne weiterzuführen. Ich wünsche der ganzen Gruppe noch viel Freude und Erfolg im gemeinsamen Spiel.

Eure Brigitte Zach